🍂 Ein Hauch von Gold: Spaziergang durch Scholven und Gladbeck 🌤️

 

🍂 Ein Hauch von Gold: Spaziergang durch Scholven und Gladbeck 🌤️


 

Der Vormittag hatte noch trüb und feucht begonnen, ganz im Stil der vergangenen, stürmischen und nassen Tage. Doch am Nachmittag, als die Uhr fast drei schlug, geschah das kleine Wunder, das man sich nach dem Grau des Wetters so sehr wünschte: Die Wolkendecke riss auf, die Luft wurde sanfter, und das Thermometer kletterte auf angenehme 14°C. Es war die perfekte Einladung, die Wanderschuhe zu schnüren.

Eine knappe Stunde (genau: 1 Stunde) war für die Runde durch die Randgebiete von Scholven und Gladbeck, die auf der Karte so schön blau eingezeichnet war, vorgesehen. Mit 5,53 Kilometern versprach es ein erfrischender, aber entspannter Spaziergang zu werden – genau richtig, um die schweren Beine der Vorwoche abzuschütteln.

Der Weg begann sogleich im Wald. Es war ein tiefes, sattes Herbstgefühl. Die Bäume, hoch und mächtig, hatten einen großen Teil ihres Laubes schon fallen lassen. Der Waldboden war ein dicker, knisternder Teppich aus rotbraunen und goldenen Blättern (wie auf den Bildern zu sehen). Jeder Schritt erzeugte ein leises Rascheln, das die Stille des Nachmittags durchbrach. Zwischen den Stämmen blitzte das leuchtende Grün der Felder hindurch – ein starker Kontrast zu den warmen Farben des Waldes.


Bald öffnete sich die Landschaft, und die Route führte vorbei an weiten Feldern, die von der jüngsten Bestellung zeugten. Der Boden war dunkel und feucht, mit frischen, zarten Keimlingen in akkuraten Reihen – der stille Beweis der fruchtbaren Ruhrgebiets-Erde. Einzelne, markante Bäume mit goldgelbem Herbstlaub standen wie Wächter am Rand der Äcker (man denke an die hohen Birken), ihr Laub leuchtete vor dem nun milden, leicht bewölkten Himmel.


Im Blickfeld, ein Stück entfernt am Horizont, ragten die markanten Silhouetten des Kraftwerks Scholven empor – ein ständiger und unverkennbarer Ankerpunkt dieser Industrieregion, der zeigt, dass man hier zwischen Natur und Strukturwandel wandert. Es ist die einzigartige Mischung aus Ackerland, Waldstücken und industrieller Präsenz, die den Charme dieser Gegend ausmacht.

Die letzten Meter führten wieder über einen schmalen, lehmigen Feldweg, auf dem man die leichten Spuren der vergangenen Nässe noch spürte. Doch das klare, milde Licht, das die Szenerie in einen goldenen Schleier tauchte, machte die Wanderung zu einem wahren Labsal für die Seele. Kein Regen, 14 Grad, eine Stunde Freiheit – die perfekte Wiedergutmachung der Natur nach den stürmischen Tagen. Man kehrte zurück, die Lunge gefüllt mit frischer Herbstluft, die Wangen gerötet und das Herz erleichtert.

Glück auf und 73 DL2HS aka Helmut 

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