Viele Funkamateure arbeiten heute mit Linux-Systemen – doch welche Logbuchprogramme eignen sich am besten? In diesem Beitrag stelle ich zwei beliebte Anwendungen vor: QLog und QRLog. Beide sind kostenlos, stabil und speziell für Funkamateure entwickelt. Ich zeige Schritt für Schritt, wie man sie installiert, einrichtet und im Shack sinnvoll einsetzt.
📻 Logbuchführung unter Linux – QLog und QRLog im Vergleich
Als aktiver Funkamateur möchte man seine QSOs natürlich ordentlich dokumentieren. Unter Linux gibt es dafür zwei hervorragende Programme: QLog und QRLog. Beide sind kostenlos, speziell für Funkamateure entwickelt und lassen sich leicht in bestehende Linux-Systeme integrieren. In diesem Beitrag zeige ich, wie man sie installiert und benutzt.
🔧 Installation von QLog
QLog ist ein modernes, plattformübergreifendes Logbuchprogramm, das in Python und Qt entwickelt wurde. Es läuft auf Linux, macOS und Windows.
Schritt 1 – Voraussetzungen
- Ein aktuelles Linux-System (z. B. Ubuntu, Linux Mint, Debian oder Arch)
- Python 3
- Qt5 oder Qt6-Bibliotheken
Schritt 2 – Installation
Unter Debian/Ubuntu-basierten Systemen:
sudo apt update
sudo apt install python3 python3-pip git
git clone https://github.com/ok2cqr/qlog.git
cd qlog
python3 qlog.py
Alternativ kann QLog auch direkt als AppImage von GitHub heruntergeladen werden. Einfach ausführbar machen:
chmod +x QLog-x86_64.AppImage
./QLog-x86_64.AppImage
Schritt 3 – Erster Start
Beim ersten Start legt QLog automatisch eine neue Datenbank an. Im Menü Settings → Station gibst du dein Rufzeichen, Locator und QTH an. Danach kannst du sofort QSOs eintragen – manuell oder per CAT-Steuerung, wenn dein TRX unterstützt wird.
📘 Installation von QRLog
QRLog ist ein sehr ausgereiftes Logbuch speziell für Linux. Es nutzt MySQL/MariaDB als Datenbank und bietet viele Schnittstellen zu Hamlib, WSJT-X, fldigi und mehr.
Schritt 1 – Installation
Unter Ubuntu, Mint oder Debian ganz einfach:
sudo apt update
sudo apt install qrlog
Bei Arch Linux oder Manjaro:
sudo pacman -S qrlog
QRLog richtet beim ersten Start automatisch eine lokale MariaDB-Datenbank ein. Falls das nicht klappt, kann man sie manuell starten:
sudo systemctl start mariadb
Schritt 2 – Erster Start
Beim ersten Aufruf fragt QRLog nach der Stationseinrichtung. Hier gibst du dein Rufzeichen, Locator, QTH und Clubmitgliedschaften ein. Danach öffnet sich das Hauptfenster mit den Logfeldern.
Schritt 3 – QSOs eintragen und CAT-Steuerung
QRLog kann direkt mit deiner Funkstation kommunizieren (z. B. über Hamlib oder rigctld).
In den Preferences → TRX control gibst du die Schnittstelle an (z. B. /dev/ttyUSB0).
Auch automatische Logs aus WSJT-X oder fldigi lassen sich importieren.
📈 Funktionen im Vergleich
| Funktion | QLog | QRLog |
|---|---|---|
| Oberfläche | Modern, Qt-basiert | Klassisch, GTK |
| Datenbank | SQLite | MariaDB |
| CAT-Steuerung | Ja | Ja (sehr umfangreich) |
| Statistik & Awards | Grundfunktionen | Umfangreiche DXCC, LoTW, eQSL |
| Export/Import (ADIF) | Ja | Ja |
| LoTW/eQSL-Upload | Teilweise integriert | Voll integriert |
💡 Fazit
Beide Programme sind hervorragende Werkzeuge für Linux-Funker:
- QLog punktet durch seine einfache Handhabung und moderne Oberfläche.
- QRLog ist perfekt für Funkamateure, die viele QSOs loggen, LoTW/eQSL nutzen und CAT-Steuerung oder digitale Modi einsetzen.
Ich persönlich nutze QRLog auf meinem Linux-Rechner, da es stabil läuft und sich ideal mit WSJT-X und fldigi kombinieren lässt. Wer lieber ein leichtes, portables Logbuch möchte, ist mit QLog bestens bedient.
📡 73 de DL2HS

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