Radtour: Im Herzen des Potts – Unterwegs auf der Hugokohlentrasse und zu den Haldenriesen

 

Radtour: Im Herzen des Potts – Unterwegs auf der Hugokohlentrasse und zu den Haldenriesen



Was für ein fantastischer Tag für eine Zechentour! Die Sonne strahlte, die Luft war klar und der goldene Herbst zeigte sich von seiner besten Seite. Das Ruhrgebiet mit seiner Industriekultur ist einfach perfekt für eine Radtour, und meine heutige Route führte mich entlang der Geschichte, der Kunst und der beeindruckenden Natur, die aus den Zeugen der Bergbauzeit entstanden ist.

Der Start war auf den Punkt: Ab auf die Räder und rein in die Historie! Ein Highlight war die Hugokohlentrasse, eine ehemalige Bahntrasse, die heute als Radweg dient – ein perfektes Beispiel, wie das Revier seine Vergangenheit neu interpretiert.

Ein besonders berührender Ort war das Bahnwärterhaus mit der Grabstätte des letzten Grubenpferdes. Ein stilles, aber tief bewegendes Denkmal für die treuen Helfer unter Tage.



Weiter ging es zum Kugelgasbehälter, der durch seine künstlerische Gestaltung als "Der Ball" von Rolf Glasmeier zu einem echten Kunstwerk geworden ist. Ein toller Kontrast zwischen industrieller Form und künstlerischer Aussage direkt am Emscherradweg. Die Emscher, einst "Kloake des Ruhrgebiets", zeigt sich heute renaturiert und wunderschön – ein Symbol für den Wandel.


Die Route führte mich vorbei an der Zeche Unser Fritz in Wanne-Eickel, einem weiteren imposanten Zeugen der Bergbaugeschichte, bevor die echten "Riesen" der Tour in Sicht kamen: die Halden.

Ich fuhr entlang der Hoppenbruch Halde und der majestätischen Hoheward Halde. Die Ausblicke von diesen künstlichen Bergen sind einfach atemberaubend! Es ist faszinierend zu sehen, wie sich hier eine neue Natur entwickelt hat. Besonders cool: Auf der Hoheward waren heute wieder Gleitschirmflieger aktiv, die die Thermik nutzten – ein Spektakel am Himmel!


Ein obligatorischer Stopp war die Zeche Ewald. Heute fand dort ein Oldtimer-Treffen statt. Das Flair des alten Zechengeländes, gepaart mit dem Glanz der historischen Karossen, war eine tolle Mischung aus "Pütt" und PS-Nostalgie.

Von dort aus ging es durch die grünen Lungen des Potts, über Resser Mark und Erle, bis zur modernen Landmarke der Region: der Veltins Arena. Was für ein Kontrast!


Der Weg zurück führte mich durch die ehemalige Bergarbeitersiedlung Schaffrath. Die Architektur der alten Zechenhäuser erzählt Geschichten von harter Arbeit und starker Gemeinschaft. Ein wunderbarer Abschluss, bevor ich schließlich nach 39,4 Kilometern glücklich und mit vielen Eindrücken wieder war.

Die Zechentour war ein voller Erfolg – der Herbst im Ruhrgebiet ist einfach unschlagbar, besonders bei Sonnenschein und ! Ich kann diese Tour jedem nur empfehlen, der die Seele des Potts erfahren möchte.

Bis zur nächsten Tour!

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