Spontane Funk-Tour und Erinnerungen auf der Halde Rungenberg
Was für ein Nachmittag! Heute stand eine Kombination aus sportlicher Betätigung und meinem liebsten Hobby – der portablen Funkaktivität – auf dem Programm. Es sollte eine entspannte Fahrradtour werden, gekrönt von ein paar schönen QSOs (Funkverbindungen).
Der holprige Start in den Lippeauen
Die Tour führte mich zunächst in die idyllischen Lippeauen. Dort hatte ich mir einen schönen Platz für den Aufbau meiner Funkstation ausgesucht. Voller Vorfreude packte ich das Equipment aus, nur um festzustellen, dass das entscheidende Antennenkabel fehlte! Die Frustration war kurz, aber intensiv. Also hieß es: Abbauen, nach Hause radeln, das vergessene Kabel holen und den Plan spontan ändern.
Ziel: Halde Rungenberg – Ein Ort mit Geschichte
Das neue Ziel war schnell klar: die Halde Rungenberg. Ein perfekter Standort, nicht nur wegen der Höhe, sondern auch, weil dieser Ort für mich persönlich eine besondere Bedeutung hat. In meinen 30 Jahren als Elektriker auf der Zeche Hugo war ich selbst an der Aufschüttung und Gestaltung der Halde beteiligt. Es ist immer wieder schön, hierher zurückzukehren und zu sehen, was aus der ehemaligen Abraumhalde geworden ist.
Funken unter besten Bedingungen
Die Anfahrt zur Halde war Teil der sportlichen Herausforderung. Meine Statistik spricht für sich: 45,6 km in 2 Std. 39 Min. und dabei 260 m Höhenunterschied überwunden – eine anständige Strecke!
Oben angekommen, herrschte Kaiserwetter für Mitte Oktober: wunderbare 11 Grad und Sonnenschein. Der schnelle Aufbau der portablen Station zahlte sich sofort aus. Der Äther war offen und die Bedingungen hervorragend.
Insgesamt konnte ich 9 Qso führen und dabei ein schönes Stück Europa verbinden: Belgien, Spanien, Italien – die Signale kamen klar und deutlich durch. Das absolute Highlight des Tages war jedoch der QDX (die weiteste Funkverbindung) nach EA8, den Kanarischen Inseln! Ein voller Erfolg für eine spontane Portabel-Aktivität.
Fazit
Trotz des kleinen Kabelsalat-Dramas am Anfang war es alles in allem ein wunderschöner Nachmittag. Die Kombination aus Bewegung, der persönlichen Verbindung zur Halde Rungenberg und dem erfolgreichen Funken hat diesen Tag zu einem Highlight gemacht.
Auf das nächste Mal!
73 und Glück Auf!
Die Route ist auf der beigefügten Karte zu sehen und führte mich durch Gladbeck, Gelsenkirchen und Bottrop, mit dem Zielpunkt A an der Halde Rungenberg.



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