Glück auf, Freunde des gepflegten Wanderschuhs!
Ich sach euch, wie et is: Ich hab mir heute gedacht, komm, die Couch läuft dir nich weg, aber die Kilometer auffe Uhr schon. Also Jacke an und ab dafür – einmal quer durch Scholven und Gladbeck.
Hier is der Bericht vonne Piste:
9 Grad und graue Suppe: Is denn schon Frühling?
Ich komm vor die Tür und wat is? 9 Grad. Da fragste dich doch glatt: „Hömma, is dat jetzt schon der Frühling oder will der Winter mich nur veräppeln?“
Ehrlich, dat Wetter war typisch Pott: Ein Himmel wie eingeschlafene Füße, alles schön bewölkt in 50 verschiedenen Grautönen. Aber wisster wat? Besser als wenn dat von oben nur so kübelt. Bei 9 Grad kannste wenigstens ordentlich marschieren, ohne datte direkt im eigenen Saft schmorst wie 'ne Currywurst inne Pfanne.
Die Tour: Kohle, Kraftwerk, Kirschblüten (fast)
- Scholven: Erstmal schön an die Riesen-Türme vorbei. Wenn de da so stehst und die dicken Dinger vom Kraftwerk siehst, da weißte, wo de bist. Dat is Heimat, dat hat Charakter! Da weht immer so’n leichter Wind, der dir die Nase freipustet.
- Richtung Gladbeck: Über die Felder und durch die Siedlungen. Ich sag mal so: Die Vögel haben heute schon Terz gemacht, als gäb et kein Morgen mehr. Die glauben wohl auch, dat der Winter Schicht im Schacht hat.
- Der Vibe: Es riecht schon so’n bisschen nach feuchter Erde und Aufbruch. Man merkt, die Natur kriegt so langsam wieder Puls, auch wenn et heute eher nach „Gemütlichkeit mit Schal“ aussah.
Mein Fazit
War et ne Weltreise? Ne. Wars geil? Aber sicher!
Man muss nich immer bis inne Alpen gurken, um wat zu erleben. Scholven und Gladbeck haben Ecken, da glaubste gar nich, wie grün dat hier is (auch wenn dat Grün gerade noch ein bisschen dreckig aussieht). Am Ende hatt ich zwar 'ne rote Nase, aber die Lunge war voll mit frischer Luft und der Kopp war wieder frei.
Merke: Et gibt kein schlechtes Wetter, et gibt nur die falsche Einstellung. Und nach 10 Kilometern schmeckt dat Pils (oder der Kaffee) sowieso am besten


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