Startschuss in Scholven: Wo die Waden noch Träume haben

 

Startschuss in Scholven: Wo die Waden noch Träume haben

​Glückauf, Sportsfreunde!

​Ich sag euch dat, heute morgen in Scholven ging dat Elend los. Ich steh da am Scheideweg, guck hoch zum Kraftwerk und denk mir: „Mensch, die Wolken ziehen aber flott.“ Dat dat kein gutes Zeichen war, hab ich spätestens gemerkt, als ich dat erste Mal die Kette rechts hatte.

​In Scholven bisse ja quasi direkt im Auge des Sturms, wenn de Richtung Felder abbiegst. Kaum dat Ortsschild im Rücken, da hat der Wind mich schon so begrüßt, dat ich fast rückwärts wieder inne Garage gefahren wär. Aber watte angefangen hast, dat ziehste durch – weisse doch!

​Die Tour-Fakten (frisch ausse App):

  • Start & Ziel: Scholven (Heimatliebe, woll!)
  • Etappen: Über die Felder nach Dorsten, rüber nach Bottrop und durch Gladbeck wieder zurück in Stall.
  • Distanz: 40,7 km
  • Zeit: 2 Std. 09 Min.
  • Wetter: 8-10 Grad, Sonne pur, aber Windböen, die dir dat Toupet vom Kopp fegen!

​Wind-Inferno auffe Felder

​Von Scholven aus Richtung Dorsten dacht ich noch: „Läuft ja.“ Aber dann, auf’m freien Feld... leck mich am Ärmel! Der Wind kam so vonne Seite, ich bin zeitweise Schräglage gefahren wie so’n Motorradprofi auffem Nürburgring.

​In Bottrop und Gladbeck wurd’s nicht besser. Die Sonne hat zwar gelacht, aber wahrscheinlich nur über mich, wie ich da mit hochroter Birne gegen die unsichtbare Wand anstrampel. 18,9 km/h Schnitt klingt jetzt nich nach Tour de France, aber bei dem Gegenwind is dat im Pott quasi Schallgeschwindigkeit!

​Fazit:

​Scholven-Dorsten-Bottrop-Gladbeck-Scholven. Einmal die große Runde durch’n Garten. Die Beine sind jetzt weich wie Wackelpudding, aber dat is egal. Hauptsache anne frischen Luft gewesen und ordentlich Maloche auffem Sattel gehabt.

Und jetzt? Füße hoch, Pilsken auf und dat Kraftwerk im Sonnenuntergang genießen. So geht Pott!

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