Nach dem Regen is vor dem Regen

 



Ganzen Tach am meimeln – und abends trotzdem runter vonna Kautsch!

​Hömma, dat war heute vielleicht ein Wetterchen zum Abgewöhnen. Den ganzen lieben langen Tach war dat draußen nur am meimeln. So’n richtiger, fieser Bindfadenregen, wo de eigentlich keinen Hund vor die Tür jagst. Aber wat meinste, wie dat abends war? Auf einmal guckte die Sonne so ganz verschmitzt durch die Wolken, als wollt se sagen: „Na, drehste noch ne Runde?“ Da gab et kein Halten mehr. Jacke an, Schuhe geschnürt und los ging der Spurt durch Scholven, Gladbeck und Bülse. Nach dem Stubenhocken musste ich einfach mal vor die Tür.

​Halbe Strecke, volle Breitseite!

​Die ersten Meter waren auch echt knackig. Frische Luft schnappen, die Knochen in Schwung bringen – herrlich! Aber pfeifendeckel, der Lorenz hat uns ganz schön verarscht. Genau auf halber Strecke war vorbei mit lustig. Da konnt ich doch glatt mal am eigenen Leib testen, ob an dem alten Spruch „Mairegen bringt Segen“ wat dran ist.

​Ich sach euch wie et ist: Ob dat Segen bringt, weiß ich nich, aber Nässe auf jeden Fall! Da kam die Suppe wieder von oben runter, aber so richtig. Wat willste machen? Kannse nix machen. Umdrehen is wat für Sesselpuper, also Kopp runter und durch!

​Dat Fazit vonne Runde

​Am Ende hatte ich 5,14 Kilometer auffem Tacho. 56 Minuten hab ich gebraucht, also gemütliche 5,5 km/h auffe Uhr. Man will ja trotz Regen noch wat vonna Heimat sehen, ne?

​Als ich wieder reinkam, konnteste mich quasi auswringen. Aber ganz ehrlich, Leute: Allemal besser nass bis auf de Unterbux aufe Piste, als den ganzen Tach nur dumm auffe Kautsch rumzulümmeln! Dat tat richtig gut.

​Jetzt erstma ein heißes Kaffechen oder n Pilsken zum Aufwärmen. Bleibt mir stabil und wetterfest!

​Glück Auf,

euer DL2HS

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