Glückauf aussem Sattel! t

 


Glückauf aussem Sattel! 44 Kilometer durret Revier

​Moin! Wat gibbet Schöneres, als sich am Wochenende auflet Leezen-Gestell zu schwingen und einfach ma die Heimat unsicher zu machen? Petrus hatte heute zwar nich dat allerbeste Prachtwetter ausgepackt – et war wolkig bei so umme 18 Grad –, aber für ne ordentliche Runde aufe Piste is dat eigentlich perfekt. Da schwitzt de nich wie n Tier, wenn de die Halden raufmachst! Komoot hat am Ende feine 44,4 Kilometer ausgespuckt. Und ich sach euch: Dat war ne töfte Tour!

​Die nackten Zahlen (Dat sagt der Tacho):

  • Distanz: 44,4 km
  • Zeit auf juck: 2 Std. 20 Min.
  • Schnitt: 18,9 km/h (Kette rechts!)
  • Wetterken: Wolkig, 18 Grad – echtes Radler-Wetter halt

​Einma quer durchet Gemüse: Von Gladbeck bis Kirchhellen

​Los ging dat Ganze in Gladbeck. Erstma die Knochen warmstrampeln, wa? Von da aus ging et schnurstracks Richtung Kirchhellen. Wer sacht, dattet im Pott nur Beton und rauchende Schlote gibt, der war noch nie da oben. Da wird et richtig ländlich, du! Vorbei an Koppeln und Feldern ging et weiter nach Feldhausen. Die Beine liefen gut, der Wind stand stabil – also ab dafür.

​Hinter Feldhausen hab ich dann ne Kurve geschlagen über Polsum, um ma n bisschen Waldluft zu schnuppern. Der Gelsenkirchener Stadtwald is ja ne Wucht für sich. Da kannze richtig schön im Schatten der Bäume dahingleiten, dat Eichhörnchen Hallo sagen und den Puls ma kurz wieder runterfahren lassen. Herrlich ruhig da!

​Vorbei am Heiligsten und rauf auffe Halde

​Aber wir sind ja hier im Revier, also musste auch n bisschen Kultur her. Erst ging et vorbei am Schalker Friedhof – wo die treuesten Knappen ihre letzte Ruhe wechhaben –, und dann direkt ne Ehrenrunde umme Arena herum. Da kriegt man selbst als Radler Gänsehaut, wenn de dieses Riesenteil von Stadion da stehen siehst. Kurz inne Pedale getreten, n Schluck ausse Pulle genommen und weiter zum dicken Finale.

​Zielwasser hatte ich geladen, denn et wartete die Rungenberg Halde. Boah, da brennen die Oberschenkel abba kurz! Aber wat mutt, dat mutt. Wenn de erstma oben stehst bei die zwei dicken Scheinwerfer-Stahlbauten, is jeder Schweißtropfen vergessen. Hömma, der Blick über Gelsenkirchen und dat Umland is einfach nur töfte. Da siehste die alte Heimat im grauen Wolkenhimmel liegen, wie n richtig schickes Gemälde.

​Zum Schluss ging et dann ganz gemütlich am alten Pütt vorbei wieder zurück. Die Fördertürme erinnern einen ja immer dran, wo der Wohlstand hier ma herkam. Nach genau 2 Stunden und 20 Minuten stand ich wieder auffem Hof. Der Tacho sacht 18,9 km/h im Schnitt. Kann man so stehen lassen, würd ich sagen! Jetzt erstma n leckeret Kaltgetränk und die Füße hoch.

​Glückauf, bis die Tage auffe Piste!

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