Sommer, Sonne, Pedale:

 

Sommer, Sonne, Pedale:

Eine schweißtreibende Tour durch das Ruhrgebiet

Es gibt Tage, an denen das Wetter einfach keine Kompromisse kennt. Heute war so einer: 31 Grad, unerbittlicher Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel. Eigentlich das perfekte Wetter, um sich in den Schatten zu legen – oder, wie ich mich entschied, um sich aufs Fahrrad zu schwingen und die Region zu erkunden.

Die Route: Durch das Herz der Haldenlandschaft

Mit einer Gesamtdistanz von 52,9 km war die Strecke heute kein kleiner Sonntagsausflug. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h habe ich die Zeit auf dem Rad intensiv genutzt, um die Umgebung in mich aufzusaugen. Die Route führte mich durch eine abwechslungsreiche Kulisse:

  • Dorsten & Feldhausen: Startpunkt in der prallen Sonne.

  • Polsum & Stadtwald: Eine willkommene Abwechslung zwischen Feldwegen und waldigen Abschnitten.

  • Friedhof & Arena: Ein kurzer, nachdenklicher Moment am Friedhof, bevor es weiterging.

  • Halde Rungenberg: Das absolute Highlight – der Blick über das Revier entschädigt für jeden Anstieg.

Eindrücke am Wegesrand

Die Landschaft im Ruhrgebiet zeigt sich im Sommer von ihrer besten Seite. Zwischen den Feldern bei Dorsten konnte ich sogar einen Storch beobachten, der seelenruhig durch das gemähte Gras stolzierte – ein echter Moment der Ruhe inmitten der heißen Tour.

Die Natur arbeitet auch bei dieser Hitze weiter; die riesigen gestapelten Holzvorräte im Wald zeugten von der forstwirtschaftlichen Betriebsamkeit, während ich im Schatten der Bäume kurz durchatmen konnte.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die leere Pulle

Bei 31 Grad ist die Flüssigkeitszufuhr das A und O. Dass ich mich bei dieser Hitze etwas verschätzt habe, merkte ich auf der zweiten Hälfte der Tour: Die Trinkflasche war leer. Mit dem letzten Schluck Wasser im Tank und dem Wissen, dass der Weg zurück noch ein Stückchen ist, wurde der letzte Teil der Fahrt zur mentalen Herausforderung. Zurück in der Zivilisation gab es dann aber kein Ziel, das so erstrebenswert war wie das nächste Getränk!

Fazit: 52,9 Kilometer, knapp drei Stunden im Sattel und jede Menge Sonne. Ein großartiger Tag auf dem Rad, der zeigt, dass man auch bei Temperaturen über 30 Grad das Ruhrgebiet auf zwei Rädern wunderbar erfahren kann – vorausgesetzt, man hat genug zu trinken dabei.

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