Kette rechts und Erdbeeren satt

 

Kette rechts und Erdbeeren satt: Alleine gegen den Wind!


​Hömma! Wat ne Tour! Heute morjen hattet mich wieder gepackt – Helm auf’n Zylinder, ab auf’n Drahtesel und alleine losgedüst, so wie ich dat am liebsten mache. Ganze 35,1 Kilometer hab ich mir durch’t Revier gekurbelt. Mit’m Schnitt von knackigen 19,4 km/h war ich echtes Express-Gefährt, und dat, obwohl mir der Wind stellenweise ganz schön die Frise nach hinten geföhnt hat!

​Bei schlanken 18 Grad und ziemlich wolkigem Himmel ging dat los. Der Wind war echt heftig – dat war nich nur Gegenwind, dat war Charaktertest! Aber wat uns nich umwirft, macht uns nur schneller, woll?

​Von Kirchhellen bis Dorsten – Natur pur vor der Haustür

​Gestartet bin ich in Kirchhellen und ab über die Dörfer. Über Feldhausen ging et erstma geschmeidig weiter. Wer sacht, dat et im Pott nur Kohle und Beton gibt, der hat Tomaten auf’n Augen. Felder, Bäume, Wiesen – Herrlichkeit! Zwischendurch hab ich sogar noch ’n Päuschen bei soner tiefenentspannten, schwarzen Wuschel-Kuh gemacht, die da am Waldrand im Schatten lag und sich dachte: „Lass den Bekloppten ma strampeln.“

​Weiter über Polsum bis nach Dorsten. Die Waden ham gebrannt wie Frittenfett, aber dat gehört dazu!

​Highlight: Erdbeer-Ernte ohne Rücken beim Schmückerhof! 🍓

​Dat absolute Highlight war aber der Boxenstopp beim Schmückerhof. Ich sach dir: Erdbeeren pflücken 2.0! Die haben da Riesen-Gewächshäuser, wo die roten Dinger in so Hochkulturen wachsen. Dat heißt: Pflücken ganz gediegen im Stehen! Kein Bücken, kein fieses Rückenfeuer am nächsten Morgen. Einfach reinstiefeln, pflücken und naschen. Frischer und leckerer krisse dat nirgends, echte Wucht!




​Nach 1 Stunde und 48 Minuten reiner Fahrzeit war ich wieder am Start. Müde, gut durchgelüftet vom Wind, aber glücklich wie ’n Bergmann nach’m Feierabendbier. Dat war ’n verdammt dufter Tach alleine auf’m Rad!

​Glück Auf und immer schön Kette ölen! 🛠️

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